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Kinderkrankheiten

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Kinderkrankheiten-Lexikon


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Scharlach (Angina)

 

Scharlach ist eine akute bakterielle Erkrankung mit einem charakteristischen Hautausschlag. Scharlach gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten.

Ursachen von Scharlach (Angina)

Erreger von Scharlach sind Bakterien, so genannte Streptokokken der Gruppe A. Diese Streptokokken können neben Scharlach noch weitere Infektionen verursachen; beispielsweise an Haut, Rachen, Rachenmandeln, Ohren, Nasennebenhöhlen, aber auch Gelenken, Knochenmark oder Hirnhäuten.

Symptome, Diagnose und Verlauf von Scharlach (Angina)

Beim Scharlach sind giftige Substanzen (so genannte Toxine), die von den Streptokokken produziert werden, für den typischen Verlauf der Erkrankung und den charakteristischen Hautausschlag verantwortlich. Eine durchgemachte Erkrankung hinterlässt eine auf den auslösenden Streptokokken-Typ bezogene Immunität.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion über die oberen Atemwege. Da etwa 10 bis 30 Prozent der Jugendlichen symptomfreie Träger von Streptokokken der Gruppe A sind, wird die Ausbreitung der Erkrankung durch Menschenansammlungen gefördert. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Tage, kann aber auch kürzer oder länger sein (ein bis neun Tage).

Scharlach beginnt meist mit hohem Fieber, Krankheitsgefühl und Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Der Rachen ist gerötet und die regionalen Lymphknoten schwellen an. Am Anfang weist die Zunge einen weisslichen Belag auf. Dieser Belag geht von den Rändern her wieder zurück, die Zunge ist um den dritten bis vierten Tag gerötet und die Zungenpapillen sind verdickt. Dieses Phänomen wird als "Himbeerzunge" bezeichnet. In den Mundwinkeln entstehen entzündete Stellen, die als "Faulecken" bezeichnet werden.

Der charakteristische Hautausschlag tritt ein bis zwei Tage nach Erkrankungsbeginn auf, was meist mit einem weiteren Anstieg des Fiebers einhergeht. Der Hautausschlag besteht aus stecknadelknopfgroßen Flecken, die erhaben sind. Die Haut fühlt sich dadurch an wie Sandpapier. Der Ausschlag beginnt meist am Hals und geht dann auf den ganzen Körper über. Die Mundpartie wird vom Ausschlag ausgespart ("Milchbart"), in den Achselhöhlen und Leistenbeugen ist der Ausschlag am deutlichsten. Ein bis drei Wochen nach dem Beginn der Erkrankung kommt es typischerweise zur Schuppung der Haut: An Händen und Füssen gehen grosse Hautschuppen ab, die aber nicht ansteckend sind.

Die Diagnose erfolgt klinisch, also anhand des typischen Krankheitsverlaufs sowie aufgrund des Nachweises von Streptokokken der Gruppe A im Rachenabstrich. Im Blut lässt sich eine Erhöhung des Antistreptolysins nachweisen.

Seit der Entdeckung des Penizillins sind schwere Verlaufsformen bei Scharlach und Todesfälle - zumindest in den Industrieländern - selten geworden. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Verabreichung des Antibiotikums günstig. Wird das Antibiotikum früh genug gegeben, ist es möglich, dass keine körpereigenen Antikörper gebildet werden, so dass eine erneute Infektion möglich ist.

Behandlung und Therapie bei Scharlach (Angina)

Die Behandlung von Scharlach besteht in der Regel durch eine medikamentös Behandlung mit Antibiotika, wobei meistens Penicillin verwendet wird. Das Antibiotikum muss für mindestens zehnTage eingenommen werden, da sonst die Gefahr eines Rückfalls oder des Auftretens von Folgeerkrankungen besteht.

Weitere unterstützende Maßnahmen sind: Bettruhe, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Fiebersenkung sowie Gurgeln beispielsweise mit Kamillentee oder die Anwendung schmerzlindernder Lutschtabletten.

Komplikationen und Folgen

  • Schwere Verlaufsformen beim Scharlach sind durch die Entwicklung von Antibiotika glücklicherweise selten geworden.
  • Toxischer Scharlach: sehr schwerer Verlauf mit hohem Fieber, Verwirrtheit bis zum Delirium, Krämpfen, Hautblutungen, Durchfall und Schock.
  • Septischer Scharlach: Absiedelung von Streptokokken an anderen Organen, was u.a. zu Otitis, Mastoiditis, Arthritis, Meningitis, Osteomyelitis und Pneumonie führen kann.
  • Zweites Kranksein: Wahrscheinlich ausgelöst durch erneute Infektion; in der dritten Woche kommt es zu Otitis media, Myokarditis und Nephritis.
  • Scharlach ohne Exanthem: Angina durch Streptokokken ohne Hautausschlag.
  • Scharlachrheumatoid: flüchtige Entzündung der Gelenksinnenhäute (Synovitis), die zwischen dem 5. und 10. Krankheitstag auftreten kann.
  • Weitere mögliche Komplikationen, die aber bei allen durch Streptokokken verursachten Infektionen auftreten können und nicht Scharlach-spezifisch sind: Myokarditis, Glomerulonephritis, Rheumatisches Fieber und Erythema nodosum.

Schutz vor Scharlach

Personen, die mit einer an Scharlach erkrankten Person engen Kontakt haben, und bei denen im Rachenabstrich ebenfalls A-Streptokokken nachgewiesen werden, erhalten zur Vorbeugung ein Antibiotikum. 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikagabe sind diese Kontaktpersonen nicht mehr ansteckend für ihre Umgebung. Die erkrankten Personen selbst sollten bis eine Woche nach Beginn der Antibiotikatherapie Gemeinschaftseinrichtungen meiden.

 


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